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Schon vor vielen Jahren hat die Amateurfunkgemeinde stillschweigend hingenommen, dass das 70cm-Band von den primär zugewiesenen 10MHz Bandbreite auf fast nur noch 8MHz zusammengestrichen wurde. Denn im Bereich von 433,05 MHz bis 434,79 MHz tummeln sich mittlerweile derart viele Funkanwendungen, dass ein geregelter Amateurfunkbetrieb nur noch selten möglich ist.

Dabei sollte es eigentlich so sein (Quelle: Wikipedia): "Allgemein besitzen ISM- und Funkanwendungen in diesen Bändern die geringste Priorität. Die Frequenzbereiche sind in der Regel Funkdiensten auf primärer oder sekundärer Basis zugewiesen. So befindet sich beispielsweise das komplette 433-MHz-ISM-Band innerhalb des 70-cm-Amateurfunkbandes, in dem der Amateurfunkdienst Primärstatus hat. Die Primär- und Sekundärnutzer dürfen durch die ISM- und Funkanwendungen nicht gestört werden, und diese Anwendungen haben Störungen, die sich durch die regulären Funkdienste ergeben, hinzunehmen. So wird das 433-MHz-ISM-Band in Deutschland nicht mehr für neue Geräte verwendet, alte 433-MHz-Geräte (Funkthermometer) können in soweit weiter benutzt werden, wenn sie das Amateurfunkband nicht stören." (Letztere Behauptung kann allerdings nicht nachvollzogen werden, arbeiten doch die erst ab dem 01.04.2015 obligatorischen Reifendrucksensoren ebenfalls auf 433.xxxMHz.)

Ein Informationsblatt der Bundesnetzagentur macht diese Sichtweise noch einmal hochoffiziell:

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Was also ist zu tun? "Use it or loose it!" heißt es im Englischen und trefflicher kann man es eigentlich nicht formulieren. Die einzige Möglichkeit, hier etwas zu bewegen, ist die Durchführung von Funkbetrieb auf diesen Frequenzen. Und nichts ist besser dazu geeignet, als die Betriebsart ATV, deren Bildfrequenz im Analogbetrieb 434.25MHz beträgt, im Digitalbetrieb häufig 434 oder 434.5MHz.

Und sollte es in der Umgebung zu unliebsamen Beeinträchtigungen von ISM-Anlagen kommen, drucke man sich obiges Info-Blatt der BNetzA aus und drücke es den Beschwerdeführern oder der möglicherweise hinzugerufenen Polizei in die Hand.

Im Gegenzug schadet es sicher nicht, wenn auch die Funkamateure ihrerseits Störmeldungen an die BNetzA geben, wenn ISM-Signale allzu stark, allzu häufig und allzu nervig sind!

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Auf der Webseite der AGAF e.V. ist nun ein Flohmarkt online gegangen, auf dem alles das angeboten und gesucht werden kann, was in weitestem Sinne mit (D)ATV und/oder HAMNET zu tun hat. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der Vermittlung von schwer zu beschaffenden Bauteilen liegen, wie der Sysop der AGAF-Webseite, Jörg, DF3EI, mitteilt.

Zur Nutzung diese Angebots ist eine Anmeldung an der Webseite nötig, für die eine gültige AGAF-Mitgliedsnummer vorliegen muss.

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Liebe ATV Freunde,

es sind Mails im Umlauf, die angeblich von uns bekannten Funkamateuren stammen (bei mir stand Bogdans, DL7AKQ, Name als Absender, die Mail stammt aber nicht von ihm, nur ist sein Rechner sicher schon infiziert!) und einen Link enthalten, den man anklicken soll. TUT DIES BITTE NICHT, denn sonst habt ihr in Sekundenschnelle Euren Rechner infiziert!!! In der Folge nutzt dieser Trojaner Eure E-Mail-Liste, um sich an die Adressaten weiter zu verbreiten, also eine ganz üble Kiste.

Bei einem Geschäftspartner hat dies vor ein paar Tagen zu einer Erpressung geführt, bei der angeboten wurde, den Rechner gegen Zahlung einer Geldsumme wieder freizugeben...

Am besten löscht Ihr die Mail ungelesen und installiert einen vernünftigen Virenchecker. UND: ab und zu mal wichtige Daten auf eine externe Platte oder USB-Stick sichern!

UND: Ganz wichtig! Leitet die Mail bitte nicht weiter, sonst sind diese Warnhinweise für die Katz...

Gruß,

Jörg

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Von der diesjährigen HAM RADIO 2015 habe ich mir von unseren Stand-Nachbarn aus dem Vereinigten Königreich und Frankreich eine spannende neue Baugruppe mitgebracht: DigiThin.

Diese Aufsteckplatine für den Raspberry Pi erlaubt die Erzeugung von Schmalband DATV (QPSK)-Signalen von weniger als 0.5MHz Bandbreite mit einer für Amateurfunkanwendungen vollkommen akzeptablen Bildqualität. Die Sendefrequenz wird bestimmt durch den Local Oscillator, der extern auf einer kleinen Huckepackplatine bestückt werden muss. Es gibt Baumuster für 437 MHz aber auch für das in England, Wales und Nordirland zugelassene Band 146 MHz. Sicherlich werde ich das Gerät hier auch einmal auf 2m testen, dann aber zu solchen Zeiten, in denen das Band nicht (bzw., noch weniger) frequentiert ist. Auch im 10m-Band wäre genügend ungenutze Bandbreite verfügbar, um solche Versuche zu anzustellen.

 

Bild: G4KLB

 

Der Empfang dieser extrem schmalen TV-Signale gestaltet sich leider etwas umständlicher: Da die allermeisten, dem Funkamateur preiswert zur Verfügung stehenden DVB-S (Sat)-Empfänger solch niedrigen Symbolraten nicht dekodieren können, muss man auf die Software von OM Jean-Pierre, F6DZP, zurückgreifen. Jean-Pierre, der ebenfalls am BATC-Stand seine Geräte vorführte hat mit Tutioune eine Software geschaffen, die die Analyse von DVB-S-Signalen mit einer handelsüblichen Einsteckkarte für den PC ermöglicht. Diese Software kann dann auch noch Bilder aus den Datenströmen eines Schmalband-DATV-Senders erzeugen.

 

Bild: Jean-Pierre, F6DZP

 

Um eine etwas portablere Lösung zu schaffen, ist bei Jean-Pierre zur Zeit ein Selbstbau-USB-Tuner für DVB-S in der Erprobung. Auf dem Bild erkennt man einen Testaufbau bei Rob, M0DTS.

 

Bild: Rob, M0DTS

 

Mit dieser Technologie sollte es möglich sein 70cm ATV wieder zu beleben. Auf der HAM RADIO 2015 zeichnete sich nämlich ab, dass Relaisausgaben im 70cm Band in Zukunft wohl nicht mehr genehmigt werden sollen; Eingaben werden von anderen Bandnutzern zumindest im Bereich 435-438 MHz ebenso argwöhnisch beobachtet. Jedoch würde der Direkt-Verkehr und damit mögliches DATV-DX mit diesen geringen Bandbreiten wieder möglich, theoretisch sogar auf mehreren Kanälen gleichzeitig.

Im DBØBC-Forum gibt es ab sofort eine Rubrik Schmalband-DATV, in der Fragen zu dieser interessanten und vielversprechenden Entwicklung diskutiert werden können.

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